Analvenenthrombose

In der Unterhaut um den Anus herum besteht ein Geflecht feiner Venen. Wenn sich der Blutfluß in einem dieser Gefäße staut, schwillt das Gefäß an und das enthaltene Blut gerinnt (Thrombose).

Symptome

Es entsteht ein bläulich-schwarz durch die Haut durchschimmernder Knoten, der insbesondere in den ersten Tagen sehr schmerzhaft sein kann, nach einiger Zeit nur noch störend ist und sich in der Mehrzahl der Fälle von selbst zurückbildet. Möglichkeiten der Spontanheilung sind die langsame enzymatische Auflösung und Resorption des geronnenen Materials oder die Eröffnung nach außen.

Risikofaktoren

Als Risikofaktoren gelten

  • Verstopfung
  • Durchfall
  • starkes Pressen
  • längere "Toilettensitzungen"
  • überhaupt langes Sitzen (im Beruf, auf Reisen)
  • selten: Allgemeinerkrankungen mit veränderter Blutgerinnungsneigung

Behandlung

Die Analvenenthrombose ist (trotz der Namensähnlichkeit mit der gefährlichen Beinvenenthrombose) harmlos, eine Einschwemmung des geronnen Blutes in andere Gefäße (Embolie) kommt nicht vor.

 

In etwa 5 - 10 % der Fälle vernarbt der Knoten derart, daß ein glatt begrenzter, meist verschieblicher, erbs- bis bohnengroßer Befund zurückbleibt, der aufgrund der lokalen Irritation entfernt werden sollte. Auch bei starken Schmerzen kann im Einzelfall die sofortige Entfernung angezeigt sein. Die Operation ist ambulant und in örtlicher Betäubung problemlos möglich, die Radiofrequenzchirurgie ist ein geeignetes, schonendes Verfahren. Die entstehende Wunde benötigt für die Abheilung meist einige Wochen, so daß oft die abwartende Beobachtung die bessere Behandlungsalternative ist. Der Schmerz ist durch gängige Antiphlogistika und schmerzstillende Cremes gut zu beeinflussen.

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© 2017 Dr. med. Bernhard Hofer - Proktologische Praxis München
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