LASER - Haarentfernung

Die Entfernung unerwünschter Haare aus kosmetischen Gründen ist ein jahrhundertealtes Thema. Rasieren, Auszupfen, Waxen und ähnliche Verfahren konnten den Wunsch nach einer dauerhaften Haarentfernung nicht erfüllen. Erst die Entwicklung von geeigneten Lasern führte zur Verfügbarkeit einer nachgewiesen wirksamen und sicheren Behandlung.

 

Die mittlerweile ausgereifte Technologie wird seit neuestem auch für die Behandlung von krankhaften Veränderungen der Haarwurzeln und Haarwurzel-assoziierten Fisteln eingesetzt. Bei der Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis) soll damit die Rezidivrate, also die Häufigkeit des Wiederauftretens von Fisteln nach einer Behandlung, vermindert werden. Erste Erfahrungsberichte existieren auch für die Behandlung der Akne inversa, einer fistelnden Erkrankung des terminalen Haarfollikel, bei der bislang nur die ausgedehnte Ausschneidung der fisteltragenden Hautareale als wirksame Behandlung anerkannt ist.

Technik der LASER - Haarentfernung

Bei der Entfernung von Haaren durch Laser macht man sich das Prinzip der sogenannten, selektiven Photothermolyse zu Nutze. Ultrakurze Lichtimpulse mit Wellenlängen von etwa 600 nm bis 1200 nm wirken von einem Behandlungshandstück auf die Haut ein. Diese Energie wird von Melanin, dem Farbstoff des Haares, aufgenommen. Das Haar und die Haarwurzel werden dabei erhitzt und die Haarwurzel zerstört. Für eine ausreichende Wirksamkeit ist zum einen eine ausreichende Energiedosis (Fluence) notwendig, zum anderen eine geeignete Eindringtiefe. Diese steigt mit der Wellenlänge und der Fläche des Applikators (spotsize). Weiterhin ist der Schutz der Haut ein zentrales Thema. Diese wird vor und nach der Energieanwendung gekühlt. Die Sicherheit der Behandlung in Bezug auf Nebenwirkungen, insbesondere bei pigmentierter Haut, steigt mit der Wellenlänge. Durchgesetzt haben sich Wellenlänge um oder über 800 nm. Grundsätzlich kann die Energie auch von Blitzlampen (IPL) bereitgestellt werden. Anders als der Laser geben diese aber ein breites Spektrum verschiedener Wellenlängen ab und richten sich daher nicht so selektiv auf das Behandlungsziel.

Häufige Anwendungen

Der von mir eingesetzte Hochleistungs-Diodenlaser von Asclepion aus dem "optical valley" Jena eignet sich für alle Hautareale.

  • Beine
  • Achseln
  • Bikinizone, Genitale
  • Gesäß, Region um den Anus

Aus medizinischer Indikation führe ich Behandlungen durch bei

  • Pilonidalsinus
  • Akne inversa

Ablauf der Behandlung

  • Besprechung der - sofern gegeben - medizinischen Begründung für die Behandlung sowie kosmetisch erreichbarer Ziele
  • Rasur des zu behandelnden Hautareals
  • ggf. Vorkühlung mit Coolpack
  • ggf. örtliche Betäubung
  • auf Wunsch inhalative Lachgas-Analgesie (Livopan), die gerade bei der Behandlung größerer Hautareale Schmerzen deutlich vermindern kann
  • Vorkühlen mit dem Handstück des Lasers
  • Durchführen der Laser-Behandlung: je nach Körperregion und eingestellter Energiedosis spürt man jeden Impuls als ultrakurzen, leichten Schmerz, etwa wie ein Stich mit einer sehr dünnen Nadel. Bei der ersten Behandlung wählt man meist die Energie etwas geringer, um eventuelle unerwünschte Wirkungen rechtzeitig zu erkennen.
  • Wesentliche Nebenwirkungen sind im allgemeinen nicht zu erwarten. Normal ist eine ganz leichte Rötung um die Haarfollikel, manchmal ein leichtes Brennen für wenige Tage. Die behandelten Haare treten manchmal schneller an die Oberfläche, so daß man den Eindruck eines vermehrten Haarwachstums hat. Diese Haare haben aber keine Verankerung im Follikel mehr und können ohne Widerstand ausgezupft werden.
  • Nach 4 - 6 Wochen wird die Behandlung wiederholt, nach 5 - 10 Behandlungen ist das Ziel einer weitgehenden Haarfreiheit meist erreicht. 
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© 2017 Dr. med. Bernhard Hofer - Proktologische Praxis München
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