Wissenswertes rund um die Steißbeinfistel

Über gesundheitliche Beschwerden redet man nicht gern. Das trifft besonders dann zu, wenn sie intime Bereiche wie Gesäß oder Steißbein betreffen. Doch gerade wenn Sie Schmerzen, Blutungen, Juckreiz oder andere ungewöhnliche Symptome an diesen Körperstellen bemerken, sollten Sie sich einem erfahrenen Proktologen anvertrauen und die Ursachen abklären lassen. Diese Beschwerden müssen Sie nicht hinnehmen, es gibt Mittel und Wege sie zu beseitigen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Anzeichen für eine Steißbeinfistel – auch Sinus pilonidalis genannt – sprechen, was die Ursachen sind und wie Dr. Hofer und Herr Bärtl in München Ihnen bei der Behandlung zur Seite stehen kann.

Steißbeinfistel: Ursachen & Symptome

Eine Steißbeinfistel ist die häufigste Ursache einer Entzündung an der Gesäßfalte. Als Fistel bezeichnet man einen röhrenförmigen Gang, der normalerweise im Körper nicht vorhanden ist und infolge eines krankhaften Prozesses entstanden ist. Die Steißbeinfistel wird meist durch eingewachsene Haarwurzeln oder in das Unterhautgewebe eingespießte Haare, verursacht. Doch woran erkennt man eine Steißbeinfistel genau? Grundsätzlich unterscheidet man eine akute Form (Pilonidalabszess) von einer chronischen Form (Pilonidalfistel), die mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen können.

Steißbeinfistel: Verschiedene Formen

Darüber hinaus haben wir aus der Basis unserer Erfahrungen eine eigene Klassifikation entwickelt, die gängige Standardsituationen beschreibt. Je nach Typ der Steißbeinfistel wählen wir eine individuelle Behandlungsmethode.

Steißbeinfistel: Behandlung

Häufig wird nach wie vor ein operativer Eingriff empfohlen, bei dem unter Vollnarkose das Fistelgewebe großzügig herausgeschnitten wird. Diese größeren Wunden werden meist offen gelassen. Alternativ kann ein Wundverschluss durch eine sogenannte Lappenplastik erfolgen. Nachteil der offenen Wundbehandlung ist die lange Heilungszeit und die manchmal ungünstige Narbenbildung, Nachteil des plastischen Verschlusses eine hohe Rate an Wundheilungsstörungen.

Rezidiv: Wenn die Steißbeinfistel erneut auftritt

Ein erneutes Auftreten einer Fistel (medizinisch: Rezidiv) kann verschiedene Ursachen haben, die vor einer Behandlungsplanung geklärt werden müssen. Auch bei einem Rezidiv ist nach unserer Überzeugung meist die große Ausschneidung zu vermeiden.

Steißbeinfistel: Pit-Picking

Eine minimal-invasive Steißbeinfistel-Behandlung ist das sogenannte Pit-Picking, das Dr. Hofer in München anbietet. Nach einer lokalen Betäubung werden die kleinen Fistelgänge (Pits) möglichst knapp herausgeschnitten. So ist die Wunde sehr klein und heilt schneller. Beim klassischen Pit Picking wie von Lord und Bascom beschrieben wird die Kapsel, welche die Fistel umhüllt und die der Patient als verhärteten Strang fühlen kann, intakt gelassen. Diese Variante des Eingriffs hat den Vorteil, dass er nur ca. 20 Minuten dauert, ambulant durchgeführt werden kann und die Wunde in weniger als vier Wochen abheilt. Die Erfolgsrate liegt zwischen 70 und 80 Prozent.

Weiterentwicklungen des Pit Pickings: Fistelgänge ausschälen oder ausbrennen
In der Proktologischen Praxis München kommt als Therapie der ersten Wahl das Ausschälen der Fistelgänge zum Einsatz, da es die beste Aussicht auf Erfolg bietet und Patienten mit dieser Methode schnell wieder fit sind. Dabei wird auch die Verhärtung entfernt.

Fistelgänge können aber auch mit einem FilaC-Laser ausgebrannt werden – die Verhärtung bleibt dabei allerdings bestehen und ist für den Patienten weiterhin zu spüren.

Der Laser ist auch dann eine Option, wenn bereits ein anderes Verfahren zur Behandlung der Steißbeinfistel angewendet wurde, welches jedoch nicht zum Erfolg geführt hat. Zudem können Wunden, die nicht abheilen oder Narben, die stark verdickt sind, mit einem Laser nachbehandelt werden, um ein besseres Endergebnis zu erzielen.

Behandlungsablauf: Entfernung einer Steißbeinfistel
Wir geben Ihnen wichtige Informationen an die Hand, die Sie vom ersten Termin in unserer proktologischen Praxis, über den Behandlungsbeginn bis zur Nachsorge begleiten. Auf diese Weise wissen Sie genau, was wann passiert und wie Sie nach der Behandlung die Heilung unterstützen können.

Steißbeinfistel: Vorbeugung
Damit es gar nicht erst zu einer unangenehmen Steißbeinfistel kommt, gibt es Tipps, die Sie beachten können. Eine dauerhafte Entfernung der Haare im Steißbeinbereich ist beispielsweise das beste Mittel, um der Erkrankung vorzubeugen.

Sie haben Fragen? Dr. Hofer und Dr. Bärtl beraten Sie gerne in allen Bereichen rund um die Steißbeinfistel und suchen gemeinsam mit Ihnen, die am besten geeignete Behandlung für Sie aus.

Steißbeinfistel – Gut zu wissen

  • Auch Pilonidalsinus, Sinus pilonidalis, Pilonidalzyste oder Pilonidalabszess genannt
  • Ursachen: Meist eingewachsene Haare
  • Symptome: Nässende Schwellungen, Schmerzen, Rötungen, Druckempfindlichkeit beim Sitzen/Liegen, Entzündung, Eiter, Juckreiz, Blutung
  • Behandlung: Pit Picking, Laser-Veröden oder Ausschälen des Fistelgangs, Operation
  • Vorbeugung: Haare im Steißbeinbereich entfernen (Epilation mit Laser)
  • Tipps: Verschwitze Unterwäsche sofort wechseln, nicht zu lange am Stück sitzen (öfter mal aufstehen)

Pit-Picking & Laser: 3 Möglichkeiten

Klassisches
Pit-Picking
Ausbrennen des
Fistelgangs mit Filac-Laser
Ausschneiden des Fistelgangs
und Entfernung der Verhärtung
Dauer des Eingriffs60 Minuten70 Minuten90 Minuten
Heilungsdauer2-4 Wochen2-4 Wochen6-8 Wochen
Arbeitsunfähigkeit
Sport
Duschen
Erfolgsrate70-80% 80%90%