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Hämorrhoiden-Operation

Der umfassende Leitfaden für Patienten

Hämorrhoiden-Operation: Welche modernen Verfahren bieten echte Vorteile?

Hämorrhoiden sind ein natürliches Gefäßpolster am Ende des Enddarms und gehören zu jedem Menschen. Beschwerden entstehen, wenn sich dieses Polster vergrößert: Typisch sind Blutauflagerungen auf dem Stuhl, Juckreiz, Nässen, Brennen oder ein Gefühl von Fremdkörper und Druck. Im fortgeschrittenen Stadium können die Hämorrhoiden nach außen treten.

Nicht jede Hämorrhoidenerkrankung muss operiert werden. Im Anfangsstadium helfen oft Maßnahmen wie Stuhlregulierung, Salben oder Zäpfchen und kleinere Verfahren in der Sprechstunde. Wenn die Beschwerden dadurch nicht ausreichend abklingen oder die Hämorrhoiden weit fortgeschritten sind, kann ein operatives Vorgehen sinnvoll sein. In seltenen Fällen empfehlen wir eine Operation auch dann, wenn nicht sicher ist, ob die Veränderung gut- oder bösartig ist. Das Gewebe wird dann feingeweblich untersucht.

Heute stehen für die Hämorrhoiden OP mehrere schonende Verfahren zur Verfügung. Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick über die gängigen Operationsmethoden. In unserer Praxis setzen wir vor allem auf die Lasertherapie, die HAL-RAR-Methode und die Radiofrequenzbehandlung mit Rafaelo. Zu jedem Verfahren finden Sie eine eigene Seite mit Details. Welche Methode für Sie geeignet ist, entscheiden wir nach einer ausführlichen proktologischen Untersuchung gemeinsam mit Ihnen.

Wann operieren, wann nicht?

Hämorrhoiden operieren: Gute und weniger gute Gründe

Wann eine Operation sinnvoll ist

  • Nicht zurückschiebbarer Vorfall (Stadium IV): Die Hämorrhoiden sind dauerhaft nach außen getreten und lassen sich nicht mehr zurückschieben. Andere Verfahren reichen dann meist nicht mehr aus.
  • Wiederkehrende Beschwerden im Stadium III: Die Hämorrhoiden sind nach einer früheren Behandlung erneut aufgetreten und treten beim Pressen oder Stuhlgang wieder nach außen.
  • Verdächtige Veränderung: Wenn bei der Untersuchung nicht sicher ist, ob eine Veränderung harmlos ist, kann die Entfernung und feingewebliche Untersuchung Klarheit schaffen.
  • Begleitende Analfissur oder Analfistel: Liegt neben den Hämorrhoiden eine weitere Erkrankung vor, lässt sich diese oft in derselben Operation mitbehandeln. Das erspart Ihnen einen zweiten Eingriff.

 

Wann wir von einer Operation eher abraten

  • Analvenenthrombose: Das ist ein blauer, oft schmerzhafter Knoten am After. Er heilt in der Regel von selbst ab, eine Operation ist meist nicht nötig.
  • Marisken: Diese Hautläppchen am After sind harmlos. Der Nutzen einer Entfernung steht meist nicht im Verhältnis zu Aufwand und Risiko.
  • Vorsorgliche Operation: Wenn Sie kaum Beschwerden haben, raten wir nicht dazu, „auf Verdacht” zu operieren, damit es nicht schlimmer wird.
  • Juckreiz durch ein Analekzem: Oft liegt die Ursache nicht an den Hämorrhoiden, sondern an gereizter oder erkrankter Haut. Dann hilft eine Hämorrhoidenoperation nicht, die Haut muss behandelt werden.
  • Blutungen unter blutverdünnenden Medikamenten: Das Operationsrisiko ist hier erhöht, und die Blutungen bleiben häufig auch nach dem Eingriff bestehen.
  • Mehrere schwere Begleiterkrankungen: Bei multimorbiden Patienten wägen wir Nutzen und Risiko besonders sorgfältig ab, meist überwiegt das Risiko.
  • Chronische Durchfallerkrankungen: Hier ist ein Eingriff in der Regel keine gute Lösung.